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Burg Hohenhundersingen

Lautertal, Gemeinde Münsingen, Landkreis Reutlingen, Baden-Württemberg

Information aus Burgen des Deutschen Mittelalters [1]

Die kleine Felsenburg mit Buckelquader-Mauerwerk ist wohl erst um 1200 erbaut. Um 1530 wurde sie zerstört. Die Oberburg hatte nur Platz für den Bergfried und einen Palas. Der Bergfried hat Maximalmaße von 4,75 x 5,99 m, 3 Stockwerke und einen rundbogigen Eingang in 6 m bei insgesamt 12 m Turmhöhe.

Grundriss in: Kunstdenkmäler von Württemberg, Münsingen, S. 87; Schmitt, Band 2, S. 164

Grundriss Alternativ

[1] Friedrich-Wilhelm Krahe - Burgen des Deutschen Mittelalters. Grundriss-Lexikon. Seite 305.

Informationen von einer Tafel bei der Burg

Die stauferzeitliche Burganlage Hohenhundersingen zählt zu den schönsten des Lautertals. Erbauer waren die Herren von Hundersingen, die im 12. Jahrhundert erstmals in den Schriftquellen erscheinen. Lesefunde verweisen auf eine Erbauung im späten 12. oder frühen 13. Jahrhundert.

Grundriss

Die Burg ist durch einen tiefen Halsgraben (3) gegenüber der Albhochfläche gesichert. Der heutige Zugang (eiserne Treppe) wurde 1898 geschaffen, ursprünglich konnte die Burg von dieser Seite aus nicht betreten werden. Der aus Buckelquadern errichtete Turm (1) hat eine Grundfläche von ca. 4 x 5 Metern und gehört damit zu den kleineren Burgtürmen der Schwäbischen Alb. Der Zugang, eine über sechs Meter hoch gelegene Rundbogenpforte, konnte über eine Leiter erreicht werden. Bewohnt wurde möglicherweise nur die tiefer gelegene Terrasse (2), wo heute noch eine Mauer mit Fensteröffnung erhalten ist.

Querschnitt

Im 14. Jahrhundert gerieten die Burgherren in wirtschaftliche Schwierigkeiten. 1314 versprachen die Brüder Siboto und Rudolf von Hundersingen, ihre Feste den Grafen von Württemberg offen zu halten. 1352 wurde die Burg mit den Dörfern Hundersingen und Apfelstetten an Württemberg verkauft. Hundersingen wurde dadurch ein württembergischer Vorposten zwischen den weiterhin selbständigen Herrschaften Buttenhausen im Norden und Gundelfingen-Bichishausen im Süden. Im Anschluss an den Verkauf verfiel die Burg, ein großes Mauerstück ging 1838 ab. Umfangreiche Sicherungsmaßnahmen an den verbliebenen Überresten wurden durch die Gemeinde Hundersingen 1966 durchgeführt. Seit 2001 kümmert sich die Fördergemeinschaft Burgruine Hohenhundersingen e.V. um die Pflege und Erforschung der Anlage.

Geo-Koordinaten

Burg Hohenhundersingen

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