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Burg Hohnstein

Gemeinde Hohnstein, Elbsandsteingebirge, Sachsen..

Zeichnung

Hohnstein nach 1630, Ausschnitt aus einer Federzeichnung von Dillich.

Historiendaten von einer Tafel bei der Burg

Grundriss

Stadtansicht

Aquarell

Stadt und Burg Hohnstein - Aquarell von Irmgard Uhlig (1911 - 2011), Entstehungsjahr unbekannt

Von einer Hinweistafelzum Turmverlies

Dieser Kerker wurde im Mittelalter „aus das ergste geschatzt und es kann kein Gefangener dorinnen, wenig Lufts wegen wohl lange dauern” (leben).

Die Eingangstür war zugemauert. Die Gefangenen wurden entweder mit einem Seil durch die Öffnung im Gewölbe heruntergelassen, oder herabgeworfen. Meist waren es arme Bauern o.a., die sich gegen den Adel auflehnten, oder solche, die sich und die Familie zu ernähren auf Jagd gingen und als „Wilderer” gebrandmarkt wurden. Der Raum über dem Kerker war die „Gerichtsstube”. Das obere Stockwerk dieses „Bergfriedes” (Hauptturm der Burg) war als Wach-und Verteidigungsturm ausgebaut.

Oft mussten die Gefangenen hier den Hungertod Sterben ‚wie es in einem Brief des Kurfürsten an den Hohnsteiner Amtmann vom 19.10.1570 wegen der hier eingekerkten Wilderer Fabian und Gregor Zschirnstein aus Reinhardsdorf heißt:

„Dieselben wolltest du in den arm aufn Hohnstein een lassen und ihnen anzeigen, das sie ihr Leben darin enden sollen. Du wollest einem jedem täglich nicht mehr als für einen Pfennig Brot und sonst nichts daneben reichen, aber Wasser magst du ihnen eine Notdurft geben lassen. Du wolltest auch keinen aus dem Turm heraufziehen lassen, er wende gleich vor, was er wolle, es sei denn, das er das hochwürdige Sakrament des Altars begehre. Sobald er es empfangen, wirst du ihn wie zuvor verwahrt halten wissen.”

Erneuter Besuch: 08.2020 (Mit Emil)

Geo-Koordinaten

Burg Hohnstein

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