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Stromburg (Fustenberg)

Stromberg, Landkreis Bad Kreuznach, Hunsrück, Rheinland-Pfalz.

Information aus Burgen des Deutschen Mittelalters [1]

1056 wird „Graf Berchdolf de Stromburg“ urkundlich erwähnt. die Burg wurde 1116 zerstört und anschließend neu erbaut. Palas und Bergfried sind aus dieser Zeit. Ein Umbau fand im 15. Jahrhundert statt, 1689 wurde sie durch Franzosen zerstört. Der Konische Bergfried von 30 m Höhe hat unten eine Mauerstärke von 3,25 m, oben bon 2,65 m, die Durchmesser sind 10,3 m und 9,1 m.

Grundriss in: Kunstdkm. d. Rheinprovinz, Bd. 18.1; Dehio, Rheinland-Pfalz, S. 852

Grundriss

[1] Friedrich-Wilhelm Krahe - Burgen des Deutschen Mittelalters. Grundriss-Lexikon. Seite 204.

Informationen von einer Tafel in der Nähe der Burg

Mit der Auflassung der Stromburg auf dem Pfarrköpfchen Ende des 12. Jahrhunderts fand eine Burgenverlagerung auf den gegenüberliegenden Schlossberg statt. Von hier aus konnte die mittlerweile zur Bedeutung gekommene Talsiedlung (1255 erstmalig als Hauptort bezeichnet) mit einem umfassenden Mauerring (Stadtmauer) in das Verteidigungskonzept der Burg einbezogen werden. Die Stromburg wurde bis zur Zerstörung 1689 ständig ausgebaut. In mehreren Bauphasen entstanden Halsgraben, Bergfried, Palas, Torturm und ein ausgedehntes Verteidigungssystem aus mehreren Mauerringen und (Schalen-) Türmen. Zuletzt die fünfseitige Bastion für Pulvergeschütze direkt über dem Halsgraben.

Die Stromburg gehörte zur Pfalzgrafschaft bei Rhein und war Sitz von eingesetzten Burggrafen und später pfalzgräflicher Amtmänner. Der Sohn eines Amtmannes auf der Stromburg war es, der im Dreißigjährigen Krieg zur bis heute bekanntesten Stromberger Persönlichkeit aufstieg: Hans Michael Elias von Obentraut. Im Dreißigjährigen Krieg kämpfte er für Pfalzgraf Friedrich V als Oberst über 500 berittene Soldaten erfolgreich gegen die vom Kaiser Ferdinand ins Land gerufenen spanischen Truppen unter Generalleutnant Ambrosio Spinola. Voller Ehrfurcht nannten ihn die Spanier „Miguel Aleman - Deutscher Michel“. Er starb im Jahre 1625 in der Schlacht bei Seelze gegen das unter Feldherrn Tilly stehende Heer des Kaisers.

Der Deutsche Michel Hans Michael Elias von Obentraut - der Deutsche Michel

1816 schenkte der Preußische Staat die Ruinen der Stromburg der Stadt Stromberg. Schon bald erstreckten sich die Baumaßnahmen nicht nur auf die Sicherung und Erhaltung der Mauerzüge, sondern die Stromburg sollte auch gastronomisch genutzt werden. Es entstanden Wohngebäude zur Betreibung einer Gaststätte. Der Burghof wurde zu einem Aussichtplateau aufgeschüttet. Ende der 1970er Jahre wurde dann das heutige Burghotel mit Gastronomie errichtet, der Bergfried sowie Torturm aufgemauert und restauriert.

Weitere Informationen

1056 wir die Burg erstmals urkundlich erwähnt, dann 1116 durch den Mainzer Erzbischof Adalbert I. im Kampf gegen Kaiser Heinrich V. zerstört, später wieder aufgebaut. 1689 wurde die Burg von den Franzosen zum zweiten Male zerstört. 1977 - 1981 erfolgt die Restaurierung der Burgruine und die Einbeziehung in den Neubau eines Burghotels.

Bildergalerie

Geo-Koordinaten

Stromburg (Fustenberg)

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